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Vorgeschichte

Die Stiftung
Im Jahr 1972 befasste sich eine Studienkommission von Liestal mit dem Bau eines Altersheimes in Liestal. Abklärungen ergaben, dass der Kanton nur Investitionssubventionen an ein regional ausgerichtetes Heim ausrichtet. 1976 wurde die Stiftung regionales Alters- und Pflegeheim Frenkenbündten errichtet. Gründungsmitglieder waren die Gemeinden Arisdorf, Bubendorf, Hersberg, Lausen, Liestal, Lupsingen und Seltisberg.

Die Gemeinde Liestal stellte das ihr von Frau Emma Brüderlin geschenkte Land im Baurecht unentgeltlich zur Verfügung.

Im Jahre 1986 sind die Gemeinden Büren und Nuglar/St.Pantaleon der Stiftung beigetreten.

Organe der Stiftung sind:

- Der Stiftungsrat mit 19 Mitgliedern, in welchem die Gemeinden im Verhältnis zu
ihrer Grösse vertreten sind.

- Die Heimkommission bestehend aus 7 Mitgliedern.

- Externe Treuhandgesellschaft.


Das Heim

Nach 2-jähriger Bauzeit wurde das Heim im Oktober 1980 eröffnet. In den ersten beiden Geschossen wurden 48 Betten in Doppelzimmern und im 3. bis 5. Obergeschoss 46 Einzelzimmer angeboten. Dies ergibt ein Angebot von total 94 Betten. Im Laufe der Jahre wurde die Cafeteria vergrössert, Aufenthaltsräume und Ferienzimmer im 1. und 2. OG und ein Saal im UG eingebaut.

Die ursprüngliche klare Gliederung des Heimes in eine Pflegeabteilung mit Doppelzimmern und eine Altersabteilung mit Einerzimmern wurde den Anforderungen im Laufe der letzten Jahre nicht mehr gerecht. Einerseits, weil fast alle BewohnerInnen Pflegeleistungen in Anspruch nehmen und andererseits, weil es immer schwieriger wurde, Betten in Doppelzimmern zu vermieten.

Im Jahr 2000 beschloss der Stiftungsrat daher, das Haus an die Anforderungen der heutigen Zeit anzupassen und bewilligte folgendes Bauprogramm:

- Bau von 23 neuen Einzelzimmern

- Einbau einer grösseren Nasszelle in die bisherigen Doppelzimmer und Umbau
zu Einzelzimmern. Angebot neu 117 Betten in Einzelzimmern, wobei die
Belegung als Doppelzimmer weiterhin möglich ist.

- Therapie und Fitnessräume, Coiffeur- und Pedicure-Salon, Kulturraum

- Saal für Veranstaltungen

- Vergrösserung von Büros und Küche

Das Architekturbüro Kunz und Jeppesen aus Reinach ging als Sieger aus einem Wettbewerb hervor und wurde vom Stiftungsrat mit der Planung und Ausführung des Bauvorhabens beauftragt.

Die Finanzierung des Bauvorhabens erfolgte aus eigenen Mitteln und durch ordentliche Kreditaufnahme. Die Stiftergemeinden mussten keine Investitionsbeiträge leisten.

Jürg Holinger, Liestal, Stiftungsratspräsident


Bericht der Architekten
Erweiterung Alters- und Pflegeheim Frenkenbündten Liestal 2001 - 2003


D. Bäni:

Aufgabe / Konzept
Die Anforderungen an das Alters- und Pflegeheim Frenkenbündten haben sich seit seiner Eröffnung im Jahre 1980 wesentlich gewandelt. Die 24 Doppelzimmer im 1. und 2. OG sollten in Einerzimmer umgewandelt und zusätzlich das Bettenangebot von 94 auf 117 Plätze erhöht werden. Mit einem Erweiterungs- und Umbau sollten die Räumlichkeiten dieser veränderten Situation angepasst werden. Bei der Lösungsfindung standen die Bedürfnisse der BewohnerInnen immer im Zentrum.

Der laufende Betrieb wurde während der ganzen Bauphase aufrecht erhalten. Dadurch mussten keine BewohnerInnen ausquartiert werden.

Der neue Zimmertrakt wurde am bestehenden Zentrum gegen Norden angebaut. Damit werden die gegen Süden gerichteten Zimmer nicht beeinträchtigt und es entstanden kurze und übersichtliche Wege für die BewohnerInnen und das Personal. Die Zimmer sind im Wesentlichen gegen Osten ausgerichtet, sind hell und haben eine schöne Aussicht in das Ergolztal. Zugunsten einer grösseren Zimmerfläche wurde auf den persönlichen Balkon verzichtet.

Ein grosszügiger Aufenthaltsraum mit einem verglasten Balkon auf jedem Wohngeschoss soll das gemeinsame Zusammenleben der BewohnerInnen fördern. Auch im Altbau wurde der Gang um einen Aufenthaltsbereich erweitert.

Im Zentrumsbereich wurde zudem ein neuer grosszügiger Lift eingebaut. Mit einem zweiten verglasten Lift wurde am Ende der Gangflucht eine erlebnisreiche Vertikalverbindung zur Strassenseite angebaut.

Für das Personal wurden neue grosszügige Nebenräume auf allen Geschossen geschaffen.

Im 1. Obergeschoss wurde eine separate Abteilung für weglaufgefährdete Menschen eingerichtet.

Die allgemeinen Pflege- und Aktivitätsräume wurden im obersten Geschoss zusammengefasst.

Die anderen geforderten Erweiterungen wurden am Standort der bestehenden Räumlichkeiten angebaut.

Die Verwaltung im Erdgeschoss, neben dem Haupteingang, wurde vergrössert.

Erweiterung der Cafeteria in Form eines verglasten Anbaus (Wintergarten).

Die Küche wurde den neuen Bedürfnissen angepasst.

Der bestehende Essraum wurde um einen Mehrzwecksaal für Veranstaltungen erweitert. Darunter entstand ein disponibler Raum für zukünftige Aufgaben mit eigenem Zugang. Im heutigen Zeitpunkt sind die Räumlichkeiten noch nicht ausgebaut.

Auf der Westseite des neuen Zimmertraktes entstand ein geschützter Hof, der mit einer neuen Umgebungsgestaltung und einem Pavillon für die BewohnerInnen vielfältige Nutzungen ermöglicht.

Nachdem die BewohnerInnen aus den Doppelzimmern des 1. und 2. OG in den Neubau einziehen konnten, konnte der Umbau der Sanitärzellen vorgenommen werden. Die bestehenden WC/Lavabo – Räume erhielten zusätzlich eine Dusche eingebaut. Die Bodenbeläge wurden erneuert und eine weisse Holzdecke eingebaut.

Konstruktion
Der Erweiterungsbau wurde als Zweischalenmauerwerk ausgeführt.

Für die rationelle Verwendung von Energie wurden Massnahmen beim Wärmeschutz, bei den Elektroanlagen getroffen, die über die Mindestanforderungen des Kantons BL hinausgehen.

In den Wohn- und Aufenthaltsräumen wurde eine kontrollierte Raumlüftung eingebaut. Im Brüstungsbereich der Zimmer wird Frischluft zugeführt, und in den Nasszellen wird die Luft abgesogen. Dadurch ist ein Öffnen der Fenster nicht zwingend notwendig. Diese Massnahme ist aus schallschutztechnischen und energetischen Gründen sinnvoll.

Die gesteckten Ziele konnten nur erreicht werden durch die gute Zusammenarbeit sämtlicher am Bau beteiligten Personen.


Termine

Wettbewerbsausschreibung Mai 1999

Wettbewerbseingabe August 1999

Wettbewerbsvergabe Oktober 1999

Baueingabe Mai 2000

Baubewilligung November 2000

Baubeginn Januar 2001

Rohbauvollendung Februar 2002
Bezug Neubau November 2002
Bezug Umbau 1. OG / 2. OG März 2003


KURIGU von Claire Ochsner,
ein Geschenk zur Eröffnung von den Architekten Kunz und Jeppesen, dipl. Architekten SIA, Reinach


Vom Altersheim zum Seniorenhotel
In den mehr als 20 Betriebsjahren hat sich FRENKENBÜNDTEN auch hinsichtlich der Unternehmensphilosophie verändert. Bei allen Veränderungen gab es eine Konstante: Bestimmend waren und bleiben die BewohnerInnen und deren Anliegen und Dienstleistungsbedürfnisse.

Dabei sind bei der Bewohnerschaft gegenüber der Anfangszeit wesentliche Veränderungen festzustellen:

- In der Anfangszeit war das Durchschnittsalter der Eintretenden 81 Jahre; heute 86 Jahre.

- 1980 war lediglich ein Drittel der Zimmer für die Pflege eingerichtet. Heute wird im ganzen Haus gepflegt, und beinahe alle BewohnerInnen haben derartige Dienstleistungen in unterschiedlicher Intensität nötig.

- Eine grosse Zunahme unterschiedlichster Dienstleistungen war festzustellen.

Kurz: Die "neuen Alten" sind in FRENKENBÜNDTEN angekommen, selbstbewusste Menschen, die möglichst spät eintreten und als PartnerInnen wahrgenommen werden möchten. Mit der Respektierung der unterschiedlichen Persönlichkeit der BewohnerIn / des Bewohners und von deren Biografie möchten wir diese Partnerschaft leben. Regelmässig finden auch BewohnerInnen- und Angehörigen-Konferenzen statt.

Ausgangspunkt für die alltägliche Arbeit ist das Wissen, dass der Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim meistens eine Notlösung ist. Es ist das Ziel von Leitung und Mitarbeiterschaft, im Rahmen des Möglichen für jede/n einzelne/n Bewohner/in ein gutes und sicheres Lebens- und Wohnumfeld bieten zu können, mit möglichst wenigen persönliche Einschränkungen.

Für viele Menschen ist FRENKENBÜNDTEN die letzte Lebensstation. Es ist eine wesentliche Aufgabe des Hauses, Sterbende und deren Angehörige würdig zu begleiten.

Die Aufgaben, die den Mitarbeitenden übertragen sind, sind fordernd und belastend. FRENKENBÜNDTEN achtet deshalb auf gut qualifizierte MitarbeiterInnen, die befähigt sind, den BewohnerInnen partnerschaftlich zu begegnen und eine hohe Qualität der Dienstleistungen sicherzustellen. Die Fortbildung der Mitarbeitenden kann dank finanziellen Mitteln aus Fonds in gutem Umfang sichergestellt werden.

Heute sind pflegerische Dienstleistungen und Hotellerieleistungen von ebenbürtiger Be-deutung. Dass die Küchenmannschaft einen hohen Standard in der Verpflegung sicher zu stellen weiss, ist selbstverständlich. An weiteren Angeboten können BewohnerInnen bei Interesse teilnehmen, z.B. an kulturellen Anlässen, Gottesdiensten, Handwerken, Seniorenturnen usw. Auf der Wellnessebene (6. Stock Neubau) stehen Fitness-, Handwerk-, Massage-, Physiotherapie- und Podologieräume sowie ein Coiffeursalon zur Verfügung. Gerne werden im Haus auch Feste gefeiert oder Ausflüge mit dem hauseigenen Bus unternommen.

Es ist deshalb nicht vermessen, heute von einem Seniorenhotel FRENKENBÜNDTEN mit pflegerischen Dienstleistungsangeboten zu sprechen.

Marc Berger, Liestal, Heimkommissionspräsident

 

 

25 Jahre Frenkenbündten
 

Mit unseren Nostalgiewochen im Jahre 2005 begannen die Festivitäten aus Anlass des 25jährigen Jubiläums von Frenkenbündten. 25 Jahre sind vergangen, seit Frenkenbündten im Oktober 1980 seinen Betrieb aufgenommen hat.

Dieses Silber-Jubiläum haben wir zum Anlass genommen, unsere BewohnerInnen und deren Angehörige mit einem Buffet ganz im Stil von Frenkenbündten zu verwöhnen. Während des Essens spielten die Troubadoure auf und die Gruppe Schweizerörgeli Tschoppenhof hat das anschliessende Dessertbuffet musikalisch begleitet.

Natürlich haben wir auch diesen Tag auf einigen Bildern festgehalten. - Zu den
Impressionen.